Ernährungsempfehlung
von Experten empfohlen und für gut befunden
Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung und dem Management von COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung).
Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann dazu beitragen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern
Es gibt einige Empfehlungen für eine COPD-geeignete Ernährung von Experten
wie zum Beispiel:
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Hochwertiges Eiweiß: Fisch, fettarmes Fleisch, Milchprodukte und Eier.
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Omega-3-Fettsäuren: Diese entzündungshemmenden Fettsäuren sind in Kaltwasserfischen wie Lachs und Hering sowie in Leinöl enthalten.
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Vollkornprodukte: Dinkel, Hafer und Hirse sind gute Alternativen zu Weizen.
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Pflanzliche Fette: Rapsöl, natives Olivenöl und Sojaöl.
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Vermeidung von gasbildenden Lebensmitteln:
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Kohlgemüse, Sauerkraut, Hülsenfrüchte und Trockenobst können Blähungen verursachen und die Atemnot verschlimmern.
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Gewichtsreduktion
Es ist auch wichtig, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen, anstatt wenige große Mahlzeiten, um Überlastung des Verdauungssystems zu vermeiden.
Es kann sehr hilfreich sein, wenn man das nicht alleine schafft, einmal eine spezielle Ernährungsberatung in Erwägung zu ziehen.
Anmerkung meinerseits
Ich selbst lebe danach, klar kleine Ausrutscher wird es immer mal geben, ist auch kein Problem, wenn es nicht zum Dauerzustand wird, denn sowas merkt man ganz schnell, z. B. an der Luftnot.
z. B. alle gasbildenen Lebensmittel sind absolutes »Gift« für COPD Erkrankte. Die Gase drücken auf die inneren Organe wie z. B. das Zwerchfell, welches wiederum auf die Lunge drückt.... Folge: Luftnot
Ist für einige Betroffene sehr schwer zu verstehen, ist aber eine Tatsache. Vielleicht lest Ihr mal das Fasten- und Diät-Tagebuch.
Ich sage immer .... Jeder ist seines Glückes Schmied.
Richtige Ernährung bei COPD
Gesunde Ernährung – gerade für Patient:innen mit COPD ein wichtiges Thema. Denn eine chronische Erkrankung kostet Kraft. Daher ist es für die Betroffenen besonders wichtig, sich mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. Doch wie sieht die „optimale“ Ernährung bei COPD aus?
Eine gesunde Ernährung bei COPD bedeutet nicht unbedingt Verzicht – sondern hilft stattdessen im Umgang mit der Erkrankung.
Schon für gesunde Menschen ohne chronische Erkrankungen kann die richtige Ernährung ein Buch mit sieben Siegeln sein. Denn zahlreiche Ernährungstrends und -mythen kursieren in den Medien – richtige und falsche Informationen voneinander zu trennen, erscheint dabei nahezu unmöglich. Die „optimale Ernährung“ ist zudem stark individuell: Arbeitet man körperlich schwer? Dann geht einem mit einer kalorienarmen Ernährung bald die Kraft aus. Ist man vor allem Schreibtisch-„Täter:in“? Dann braucht man eine deutlich niedrigere Energiezufuhr und sollte stattdessen auf ausreichend Bewegung achten.
Für COPD-Patient:innen lässt sich daher nicht pauschal ableiten, welche Ernährung optimal ist. Sie sollten viel eher darauf achten, dass die Lebensmittelarten in einem guten Verhältnis zueinander stehen – Ausgewogenheit ist hier das Stichwort. Was bedeutet das konkret? Die Ernährungspyramide zeigt, wie eine ausgewogene Ernährung aussehen kann:
Die Ernährungspyramide stellt dar, welche Lebensmittel die breite Basis darstellen – und welche eher selten und in geringen Maßen verzehrt werden sollten.
Die Basis: Wasser, Wasser, Wasser
Zur optimalen Ernährung gehört nicht nur das Essen – ein mindestens genauso wichtiger Bestandteil ist das Trinken, weshalb Getränke die Basis der Ernährungspyramide darstellen. Gerade bei einer COPD benötigt der Körper viel Flüssigkeit, denn sie verflüssigt den zähen Schleim in den Bronchien und erleichtert so das Abhusten. Wer beim Wort „Trinken“ an ein Feierabendbier denkt, liegt allerdings (knapp) daneben – in erster Linie sollte es dabei um Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen gehen. Eher in Maßen sind dagegen zuckerhaltige Getränke wie Limonaden und Fruchtsäfte zu genießen – ebenso wie Alkohol.
Vitamine und Nährstoffe: Gemüse und Obst
Auf der nächsthöheren Ebene finden sich alle Gemüse- und Obstsorten. Eine Gemüsebeilage sollte mit jeder Mahlzeit eingenommen werden – drei bis fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag gelten als ideal. Obst eignet sich hervorragend als Zwischenmahlzeit. Am besten greift man hier auf frische, unbehandelte Produkte zurück, die im Optimalfall noch aus der eigenen Region stammen, denn so müssen sie keine langen Transportwege zurücklegen. Konserven enthalten in der Regel weniger Vitamine und sind zudem oft mit Zucker angereichert.
Kohlenhydratreiche Lebensmittel
Etwa in der Mitte derPyramide stehen Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten. Sie sind wahre „Booster“, denn bereits kurz nach dem Essen wandeln sie sich in Energie um. Gerade für Patient:innen, die eher zu Untergewicht neigen, sind Kohlenhydrate daher wichtige Bestandteile der täglichen Ernährung. Doch Achtung: Übergewichtigen Patient:innen können Kohlenhydrate die Gewichtsabnahme erschweren oder gar blockieren. Der Grund: Die Energie, die diese enthalten, muss auch umgesetzt werden. Wird sie das nicht, können Kohlenhydrate zu Fettpolstern beitragen. „Ausgewogen“ ist daher auch hier das richtige Stichwort.
Zu den kohlenhydratreichen Lebensmitteln gehören verschiedene Getreidesorten. Sie findet man beispielsweise in Brot, Müsli, Pasta, Reis, Hirse und Kartoffeln. Dabei gilt: Je vollwertiger diese Produkte sind, umso besser. Konkret: Je näher das verzehrte Lebensmittel an dem ist, wie es in der Natur vorkommt, umso gesünder ist es. Vollkorn ist daher besser als Produkte aus Weißmehl, Honig als Süßungsmittel vollwertiger als raffinierter Zucker.
Eiweiß satt: Tierische Produkte
Auf Stufe 3 finden sich die größten Freunde unserer Muskulatur: Eiweiße. Den meisten Menschen sind vor allem tierische Produkte wie Fisch, Fleisch, Eier, Käse und Milch als Eiweißlieferanten bekannt. Allerdings enthalten einige Fleisch– und Wurstsorten auch viel Fett. Vorzuziehen ist deshalb eher fettarmes Fleisch wie Puten- und Hühnerfleisch. Gerade der Konsum von verarbeitetem Fleisch sollte aber auf ein Minimum reduziert werden – insbesondere gepökelte Fleischwaren wie Schinken, Würstchen und Salami gelten als ungesund.
Sport-Fanatiker:innen und Vegetarier:innen aufgepasst: Auch ohne Fleisch kann man den Körper mit genug Eiweißen versorgen, um den Muskelaufbau zu unterstützen. Dafür eignen sich neben Fisch auch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Nüsse und Linsen sowie Milchprodukte wie Joghurt- oder Quarkspeisen.
Proteine haben in den letzten Jahren an Bekanntheit und Beliebtheit zugelegt. Gerade Sportler:innen, die Muskeln aufbauen wollen, setzen darauf. Doch sind Eiweiße wirklich ausschließlich gesund? Tatsächlich hat eine Langzeitstudie gezeigt, dass vor allem tierisches Eiweiß im Übermaß eher ungesund ist und sogar die Lebenserwartung verkürzen kann. Als Grund wurde vermutet, dass in Proteinen aus tierischen Quellen oft viele ungesunde Zusatzstoffe enthalten sind wie Fette und Salze. Wer dagegen eher auf pflanzliche Proteine setzt, nimmt sogar noch gesunde Nährstoffe wie Vitamine und Spurenelemente zu sich.
Weniger ist mehr: Fettreiche Lebensmittel und Süßes
Die Spitze der Pyramide bilden Fette, beispielsweise Butter und Öle, und schließlich Süßigkeiten und andere zuckerhaltige Lebensmittel wie Kuchen und Gebäck. Auch bei Untergewicht sollte man diese Lebensmittel nur in geringen Maßen zu sich nehmen – schließlich möchte man vor allem Muskel- und weniger Fettmasse zulegen.
Bei den Ölen empfiehlt es sich, auf Produkte mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren zurückzugreifen, wie sie in Oliven- oder Rapsöl enthalten sind. Unter den mehrfach ungesättigten Fetten sind die Omega-3-Fettsäuren besonders wichtig. Sie kommen auch in fettem Fisch wie beispielsweise Makrele, Hering, Lachs oder Forelle vor und wirken sich weniger stark auf den schlechten LDL-Cholesterinwert aus. Übrigens: Wer seine Blutwerte und deren Entwicklung regelmäßig testen will, muss dafür nicht unbedingt zur hausärztlichen Praxis. Es gibt Labore für Selbstzahler:innen, bei denen man seine Werte so oft testen kann, wie man möchte.
Weitere Ernährungstipps bei COPD:
Generell ist es ratsam, vor dem Essen den Schleim abzuhusten, der in den Bronchien festsitzt. So vermeidet man, durch den vollen Magen in Atemnot zu geraten, da dieser zusätzlich auf Zwerchfell und Lunge drückt. Aus demselben Grund ist es auch sinnvoll, mehrere kleinere, über den Tag verteilte Mahlzeiten zu verzehren, statt eines großen „Festmahls“ ein- oder zwei Mal am Tag.
Bewusste Ernährung bedeutet auch, sich Zeit für das Essen zu nehmen. Denn wer überhastet isst, verschluckt sich eher, was wiederum die Lunge belastet. Übrigens – es ist nicht nur der berühmte Kohl, der für Blähungen sorgen kann. Auch Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch, Kuhmilch und kohlensäurehaltige Getränke können zu vermehrter Gasbildung führen. Der gesteigerte Druck überträgt sich auf Zwerchfell und Lunge, was wiederum die Atmung erschwert. Tipp: Es lohnt sich, den Körper bei der Verdauung verschiedenster Lebensmittel zu beobachten und so für sich selbst zu analysieren, was einem gut tut. Selbst die Uhrzeit kann hier eine Rolle spielen, denn oft verdaut es sich beispielsweise spätabends weniger gut als zu einer früheren Tageszeit.
Eine ausgewogene und individuell abgestimmte Ernährung ist das A und O von Gesundheit und Wohlbefinden. Das trifft auf die meisten Menschen zu, vor allem jedoch auf Patient:innen mit chronischen Erkrankungen wie COPD. Wer einige Tipps berücksichtigt und seine Ernährung entsprechend umstellt, kann sich jedoch einer allgemein besseren Gesundheit erfreuen – und wird wahrscheinlich feststellen, dass er oder sie sich wohler im eigenen Körper fühlt.