Eierdiät
Was ist die Eier-Diät?
Die Eier-Diät ist eine Monodiät, bei der du dich für eine gewisse Zeit hauptsächlich von Eiern ernährst. Pro Woche sollten rund 30 bis 35 Eier verzehrt werden – das sind am Tag also um die fünf Eier. Monodiäten stellen oft eine gewisse Form der Mangelernährung dar, da die recht einseitige Nahrungszufuhr nicht alle Nährwerte liefert, die der Körper braucht. Die Crash-Diät mit Eiern gehört jedoch zu den gesünderen Varianten, da Eier viele wichtige Vitamine und Spurenelemente und vor allem Eiweiß liefern. So wird die Eier-Diät gleichzeitig eine Low-Carb-Diät, bei der auf wenig Kohlenhydrate und dafür besonders viele Proteine gesetzt wird.
Warum die Eier-Diät beim Abnehmen helfen kann? Weil Eiweiß deinen Stoffwechsel anregt. Das bedeutet, dein Körper braucht Energie, um das Eiweiß zu verarbeiten. Bei Proteinen verbrennt er mehr Kalorien als bei der Umwandlung von Kohlenhydraten oder Fetten.
Was bewirken Eier im Körper?
Eier sind reich an Nährstoffen und gelten als eine sehr gute Quelle für hochwertiges Protein. Sie enthalten auch wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin D, Vitamin B12, Eisen und Selen. Darüber hinaus enthalten sie gesunde Fette und Cholin – ein Nährstoff, der für die Gesundheit von Gehirn und Leber wichtig ist.
Eier können dazu beitragen, das Sättigungsgefühl zu erhöhen und den Appetit dadurch ein Stück weit zu kontrollieren, was wiederum zu einem geringeren Kalorienverbrauch führen kann. Deswegen kann die Eier-Diät dabei helfen, Gewicht zu verlieren oder zu halten. Die Kilos purzeln aber insbesondere dann, wenn die Eier als Teil einer ausgewogenen Ernährung und in Kombination mit körperlicher Aktivität konsumiert werden – das Zusammenspiel mehrerer Faktoren ist natürlich auch bei der Eier-Diät das Wichtigste.
Die Nährstoffe von 100 Gramm Ei (ca. zwei Eier) im Überblick:
・137 Kalorien
・12 Gramm Eiweiß
・1,5 Gramm Kohlenhydrate
・9,3 Gramm Fett
Wie viele Eier sollte man täglich essen?
Expert*innen sind sich uneinig darüber, wie viele Eier täglich gesund sind. Frühere Richtlinien empfahlen, den Konsum von Eiern zu begrenzen, da sie reich an Cholesterin sind, was mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen in Verbindung gebracht wurde. Eine 2019 durchgeführte Studie mit mehr als 177.000 Teilnehmer*innen hat jedoch gezeigt, dass der Zusammenhang zwischen dem Cholesteringehalt in Lebensmitteln und einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen viel komplexer ist, als bisher angenommen. Studienteilnehmer*innen, die täglich mindestens ein Ei aßen, hatten keine erhöhten Blutfette und litten nicht häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die übrigen Teilnehmer*innen.
Plan & Regeln für die Eier-Diät
Fragst du dich, wie man eine Eier-Diät macht? Nun, die Grundidee ist, den Konsum von Kohlenhydraten zu reduzieren und stattdessen Eier als Hauptnahrungsquelle zu verwenden. Die Diät kann verschiedene Formen annehmen, von einer strengen Version, bei der ausschließlich Eier gegessen werden, bis hin zu einer Variante, die alltagstauglicher ist und bei der Eier mit anderen proteinreichen Lebensmitteln kombiniert werden. Wichtig: Du solltest die Eier-Diät nicht länger als zwei Wochen durchführen. Denn trotz der hohen Nährstoffdichte ist diese Ernährungsweise auf Dauer zu einseitig.
Was darf ich bei der Eier-Diät essen?
Du teilst deinen Ernährungsplan bei der Eier-Diät ganz normal in Frühstück, Mittag- und Abendessen ein. Zu jeder Mahlzeit nimmst du mindestens ein, am besten zwei Eier zu dir. Das macht am Tag etwa sechs Eier – ob gekocht, gebraten, gerührt oder pochiert ist egal. Du kannst sie mit allem Möglichen kombinieren, erlaubt ist:
・Gemüse: Gemüse ist eine wichtige Quelle für Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Daher sollten sie reichlich als Beilage auf deinem Teller vorkommen, ob roh oder gekocht. Gleiches gilt für frische Kräuter.
・Gesunde Fette: Obwohl die Eier-Diät eher eiweißreich ist, ist es wichtig, auch gesunde Fette zu konsumieren. Avocado, Nüsse, Samen und Olivenöl sind gute Optionen für gesunde Fette.
・Mageres Fleisch/Fisch: Zum Beispiel Hähnchen- oder Putenfleisch, Kabeljau, Seelachs oder Zander
・Weitere Proteinquellen: Zum Beispiel Tofu, Hülsenfrüchte, Hüttenkäse
・Vollkornprodukte: Zum Beispiel Vollkornnudeln, Haferflocken, Roggen oder Dinkelbrot
Verzichten solltest du auf Kohlenhydrate aus Nudeln, Kartoffeln, Brot, Reis und natürlich auf jegliche Süßigkeiten.